Woher kommt der Brauch der Liebesschlösser?

Woher kommt der Brauch der Liebesschlösser?

27.10.2017

Bei der romantischen Geste, als Symbol für die ewige Treue ein Liebesschloss an einem Brückengeländer oder einer Laterne anzubringen, handelt es sich um einen relativ jungen Brauch. Dessen Wurzeln liegen etwas im Dunkeln. Vielleicht geht er auf eine Tradition aus Norditalien zurück: Dort bringen junge Männer, die ihren Militärdienst absolviert haben, zur Feier ihrer wiedergewonnenen Freiheit die Vorhängeschlösser ihrer Spinde an Brückengeländer an und werfen dann die Schlüssel ins Wasser. Schon viel früher ist dieses Ritual von den Absolventen der Sanitätsuniversität San Giorgio in Florenz bekannt.

Dass verliebte Paare diesen Brauch übernommen haben, geht vermutlich auf den Roman „Ich steh auf dich“ des italienischen Autors Federico Moccia zurück. In dem auch verfilmten Buch schwören sich die Jugendlichen Step und Gin auf der Milvischen Brücke in Rom ewige Treue, bevor Sie ein Liebeschloss an einem Laternenpfahl anbringen und den Schlüssel in den Tiber werfen. Seit die Fortsetzung von „Drei Meter über dem Himmel“ im Jahre 2006 erschienen ist, haben es zehntausende verliebte Paare Step und Gin nachgetan. Damit gibt es ein neues Must-do für alle, die zu zweit nach Rom reisen: Neben der Besichtigung des Kolosseums und der Spanischen Treppe durfte man bisher nicht versäumen, eine Münze in den Trevibrunnen zu werfen. Wer es bei einer Münze belässt, kehrt der Legende nach sicher wieder nach Rom zurück. Eine zweite Münze verspricht eine Geliebte oder einen Geliebten aus Italien. Wer eine dritte Münze in den Brunnen wirft, soll diese oder diesen bald heiraten. Reist du also zusammen mit deinem Partner nach Rom, belässt du es am Trevibrunnen am besten bei einer Münze und befestigst stattdessen ein Liebesschloss an der Milvischen Brücke.

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