Alternativen für Liebesschlösser, wenn Brücken tabu sind

Alternativen für Liebesschlösser, wenn Brücken tabu sind

30.10.2017

Immer mehr Paare, die gemeinsam ein Liebesschloss an einem Brückengeländer anbringen möchte, müssen feststellen, dass dies verboten ist. Auch auf der Milvischen Brücke in Rom, von wo aus sich dieser romantische Brauch entwickelt hat, sind Liebesschlösser nicht mehr erlaubt – seitdem im Jahre 2007 eine Laterne unter dem Gewicht der Schlösser abgeknickt ist. Andere Stadtverwaltungen begründen das Verbot mit Korrosionsschäden, die an historischen Brückengeländern entstehen könnten. Wer sich nicht an diese Verbote hält, riskiert ein Bußgeld. Berlin hat dieses beispielsweise mit 35 Euro angesetzt.

Zum Glück gibt es aber viele attraktive Alternativen. So weichen Paare in Berlin für ihren romantischen Treueschwur gerne auf das Kunsthaus Tacheles aus, wo sie ihr Liebesschloss inmitten von Kunstwerken oder am Treppengeländer anschließen können. Den Schlüssel können sie ja dennoch von der Oberbaumbrücke in die Spree werfen. Die Stadt Heidelberg hat – um die Alte Brücke zu entlasten – extra einen "Liebesstein" mit Ösen für die Schlösser anfertigen lassen. In Lübeck gibt es nahe der Obertravebrücke neuerdings Pfosten mit Ketten. Die Hansestadt hat sich damit für eine ähnliche Lösung wie Rom an der Milvischen Brücke entschieden. Erfurt ist einen anderen Weg gegangen und hat nahe der bei Liebespaaren beliebten Krämerbrücke Sitzbänke, die sich ebenfalls für das Anbringen von Liebesschlössern eignen, aufstellen lassen. Im kanadischen Toronto hängen im historischen Distillery District tausende bunte Liebesschlösser an einer Kunstinstallation, die aus einem Herz und dem Schriftzug „Love“ besteht.

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